Fake-Shops werden immer professioneller – und genau deshalb ist es wichtig, die typischen Warnsignale und Schnell-Checks zu kennen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du betrügerische Online-Shops erkennst und dich beim Online-Shopping zuverlässig schützt.
1) Fehlendes Impressum oder keine Kontaktdaten
Ein seriöser Shop hat immer ein vollständiges Impressum mit Adresse, USt-ID und erreichbarer E-Mail oder Telefonnummer. Wenn du nur ein Kontaktformular findest oder Angaben fehlen, ist das ein deutliches Warnsignal. ➜ Weiterlesen: Seriöse Online-Angebote erkennen
2) Unrealistisch günstige Preise
Wenn ein Produkt überall rund 100 € kostet und ein Shop es für 39 € anbietet, solltest du misstrauisch werden. Solche Lockpreise sollen dich zu schnellen Zahlungen verleiten. Vergleiche immer mit 2–3 bekannten Händlern.
3) Nur Vorkasse oder Überweisung möglich
Bietet ein Shop ausschließlich Vorkasse an, ist das ein klares Warnzeichen. Wähle besser PayPal (mit Käuferschutz), Kreditkarte oder Kauf auf Rechnung. ➜ Mehr dazu: Sicher bezahlen im Internet
4) Kopierte Texte oder Produktbilder
Fake-Shops übernehmen oft Inhalte von Marken-Webseiten oder echten Shops. Achte auf unpassende Produktbeschreibungen, schlechte Grammatik oder falsche Bildgrößen – das sind deutliche Hinweise.
5) Verdächtige Bewertungen
Wenn alle Bewertungen fast identisch klingen oder nur 5 ⭐ enthalten, ist Skepsis angebracht. Suche bei Trusted Shops, Trustpilot oder Google nach „Shopname + Erfahrungen“.
6) Keine HTTPS-Verschlüsselung
Seriöse Seiten beginnen immer mit https://. Wenn dein Browser „Nicht sicher“ anzeigt, solltest du den Kauf sofort abbrechen.
7) Unklare Rückgabe- oder Widerrufsregeln
Fehlen klare Angaben zu Rücksendungen, Fristen oder Adressen, ist das nicht nur unseriös, sondern oft rechtswidrig.
8) Sehr junge Domain
Viele Fake-Shops existieren nur wenige Wochen. Eine Whois-Abfrage zeigt dir, wann die Domain registriert wurde – je jünger, desto riskanter.
9) Nur Auslands-IBAN
Eine Überweisung auf ein ausländisches Konto ohne triftigen Grund ist riskant. Prüfe immer, ob Domain, Impressum und Bankverbindung zusammenpassen.
10) Gefälschte Prüfsiegel
Fake-Shops binden Logos von TÜV oder Trusted Shops einfach als Bild ein. Klick auf das Siegel – führt es nicht zu einer echten Zertifikatsseite, ist es unecht.
11) Unrealistische Lieferzeiten
„Sofort lieferbar“ bei ausverkauften Artikeln oder ständig neu startende Countdown-Timer – klassische Tricks unseriöser Seiten.
12) Fehlerhafte Rechtstexte
Wenn AGB, Datenschutz oder Widerruf fehlerhaft oder unvollständig sind, nimm lieber Abstand – das ist ein klares Warnzeichen.
Schnell-Checks & Tools
- Whois-Abfrage: zeigt Domain-Alter & Inhaber.
- Watchlist Internet: warnt vor bekannten Fake-Shops.
- Google Safe Browsing: erkennt unsichere Seiten.
- Bewertungsportale: Trusted Shops, Trustpilot, Google Reviews.
Im Zweifel nutze lieber geprüfte Deal-Portale wie Beste-Angebote.online.
Was tun, wenn du auf einen Fake-Shop reingefallen bist?
- Zahlung stoppen: Kontaktiere sofort deine Bank oder PayPal (Chargeback).
- Beweise sichern: Screenshots, E-Mails und Bestellbestätigungen speichern.
- Anzeige erstatten: Online über polizei.de.
- Melden: Informiere die Verbraucherzentrale oder Watchlist Internet.
💡 Fazit: Mit diesen Tipps erkennst du Fake-Shops in wenigen Minuten – und shoppst sicher online.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie erkenne ich am schnellsten, ob ein Shop fake ist?
Prüfe das Impressum, checke das Domain-Alter (Whois), meide Shops mit Vorkasse, klicke Siegel an (sie müssen verlinkt sein) und lies Bewertungen auf unabhängigen Portalen.
Sind Trust-Siegel fälschbar?
Ja. Echte Siegel führen auf eine Zertifikatsseite beim Anbieter. Reine Bilder ohne Link sind kein Beweis.
Welche Zahlungsarten sind bei unbekannten Shops sicher?
PayPal mit Käuferschutz, Kreditkarte mit 2FA oder Rechnung bei bekannten Anbietern. Keine Vorkasse an unbekannte IBANs.
Was tun, wenn du schon überwiesen hast?
Kontaktiere sofort deine Bank (evtl. Rückbuchung möglich), erstatte Anzeige und sichere alle Belege.


